Angebotene Analysen Klinische Chemie

Pharmacogenomics

Für immer mehr Medikamente sind genetische Varianten (pharmakogenetische Marker) bekannt, welche das Ansprechen auf eine medikamentöse Therapie oder das Risiko eines Auftretens unerwünschter Medikamentennebenwirkungen beeinflussen. So kann genetisch bedingte reduzierte oder erhöhte Enzymaktivität im Medikamentenstoffwechsel, dem Transport, der Aufnahme, der Ausscheidung oder im Wirkungsmechanismus eines Medikaments zu einer erhöhten oder reduzierten Wirkung bei Standarddosen oder zu einer unerwünschten Wirkung ausserhalb des Zielorgans führen, was ein erhöhtes Risiko von Nebenwirkungen oder suboptimalem therapeutischen Nutzen des Medikaments zur Folge hat.

Unsere Schwerpunkte liegen auf folgenden Gebieten:

  • Pharmakogenetische Analysen zur Identifizierung von Patienten mit einem stark erhöhten Risiko von schweren unerwünschten Nebenwirkungen oder Nichtwirkung einer medikamentösen Behandlung (therapeutische «Ausreisser»), in Fällen, bei welchen alternative Behandlungsmöglichkeiten oder Leitlinien zur Dosisanpassung vorhanden sind.
  • Pharmakogenetische Analysen zur Differenzialdiagnose nach aufgetretener Nebenwirkung oder Nichtwirkung zur Bestimmung der zu Grunde liegenden Kausalität oder Wirkungsmechanismen, die zur Nebenwirkung/Nichtwirkung geführt haben, als Handlungshilfe zur weiteren Behandlung/Therapie.

Medikamentenstoffwechsel und –Transport

Mit Hypersensitivitätsreaktionen assoziierte HLA-Varianten

Krankheitsassoziierte HLA-Varianten

Bei verschiedenen immunvermittelten Krankheiten treten bestimmte Varianten der HLA-Gene der Klasse I und II gehäuft auf. Wir führen folgende differentialdiagnostische Abklärungen HLA-assoziierter Erkrankungen für interne und externe Auftraggeber durch:

Liquid Biopsy

Mit der Untersuchung von zellfreier DNA (cfDNA) im peripheren Blut kann potentiell im Plasma vorhandene Tumor-DNA (zirkulierenden Tumor-DNA) nachgewisen werden als Hinweis auf eine Resterkrankung oder potentiell als Marker für das Therapieansprechen. Dank sensitiver Methoden können zudem potentiell therapierelevante Mutationen oder Resistenzmutationen im Tumorgenom nachgewiesen werden. Zur adäquaten Beurteilung eines möglichen Tumorrezidivs oder Tumorprogression ist in der Regel eine Kenntnis des Mutationsprofils bei der initialen Diagnose notwendig (Fachbereich Pathologie).